Puttrich besucht landwirtschaftlichen Betrieb von Hans und Marc Michel in Ober-Mockstadt

Puttrich besucht landwirtschaftlichen Betrieb von Hans und Marc Michel in Ober-Mockstadt

„Ich wünsche mir mehr Anerkennung für unsere Landwirte und für das, was sie leisten. Sie produzieren nicht nur Nahrungsmittel und sichern damit unsere Lebensgrundlage, sondern pflegen auch unsere Kulturlandschaft", so die Landtagsabgeordnete, Staatsministerin Lucia Puttrich bei ihrem Besuch des landwirtschaftlichen Betriebs von Hans und Marc Michel in Ober-Mockstadt. Begleitet wurde sie dabei von örtlichen CDU-Politikern.

„Um zukunftsfähig zu bleiben braucht man einen ungetrübten Blick, Mut und neue Ideen“, betonten Hans und Marc Michel, deren Betrieb erst vor einigen Jahren einen Strukturwandel erfolgreich vollzogen hat. So war es eine gut durchdachte Entscheidung, den 1965 ursprünglich als Milchviehbetrieb gegründeten Betrieb 2009 auf Ackerlandbau umzustellen. „Die Milchpreise waren am Boden und die Auflagen hoch. Wir mussten uns entscheiden: entweder expandieren oder spezialisieren“, erläuterte Hans Michel den Umstieg auf Weizen, Raps, Gerste, Zuckerrüben und Körnermais.

Eine ebenfalls zukunftssichernde Investition war die Gründung des Lohnunternehmens durch Sohn Marc, der sich so als Dienstleister im Bereich der Landwirtschaft ein zweites Standbein schaffen konnte und nun unter anderem Transportarbeiten, Düngung, Mäharbeiten und Aussaat für andere Landwirte übernimmt. Auch dem Thema Erneuerbare Energien stehen die Landwirte offen gegenüber, so bauen sie seit 2014 rund 50ha Körnermais für die Biogasanlage in Karben an und nutzen eine eigene Photovoltaikanlage.

"Landwirte tragen Verantwortung und gleichzeitig ein hohes unternehmerisches Risiko. Hans und Marc Michel gehen mit vielen mutigen Investitionen und einem regelrechten Gespür für den Boden an die Sache. Das ist bemerkenswert und vorbildlich!", ergänzte Puttrich.

Bezugnehmend auf die aktuelle Debatte um Soforthilfen für dürregeplante Landwirte betonte Puttrich, dass sie aus zahlreichen Gesprächen mit Landwirten entnehmen konnte, dass die Verhältnisse in unserer Region sehr unterschiedlich sind. Teilweise halten sich die Schäden, wie bei Familie Michel, noch im Rahmen, andernorts sind insbesondere die auf Grünland spezialisierten Landwirte existenzbedrohend betroffen. Man müsse sich daher die Einzelfälle „genau anschauen“ und betroffenen Bauern in der Notlage rasch und unbürokratisch helfen. „Eine Hilfe mithilfe des Gießkannensystems ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg und schadet der Akzeptanz des gesamten Berufsbildes“, so Puttrich abschließend.

v.l. Wolfgang Fladerer, Richard Mickel, Lucia Puttrich, Marc Michel, Ulrich Kaiser, Hans Michel und Cord Heuer

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